Werdegang


1958 geboren in Wolfen
1977 Abitur in Berlin
1981-84 Drechslerausbildung in Bielefeld
1985 eigene Werkstatt
1986 Aufnahme in die AdK Bielefeld
Bezirksgruppe des Bundesverbandes Kunsthandwerk
1988 Meisterschule
1990 Meisterkurs bei Prof. Böckelmann,
Meisterprüfung im Drechslerhandwerk
1997 Umzug nach Berlin
2005 Wechsel zum Berufsverband
Angewandte Kunst Berlin/Brandenburg
2006 Umzug nach Sachsen (Sermuth,
Nähe Grimma)






Einzelausstellung

2001 Galerie KIRAKU, Junko Mitsuyoshi, Kusatsu City, Japan 2005 elements, Berlin

Gruppenausstellung

2005 „Gefäß, gedreht – verdreht – abgedreht“ Handwerksform Hannover und
Galerie „Ab Origine“, Madrid
2009 Kunsthandwerk aus Mitteldeutschland, Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg
seit 2010 Eunique Karlsruhe ,
Zeughausmesse im Deutschen Historischen Museum Berlin
2012 Galerie Grimma mit dem Maler Walter Hertzsch

Programm

Schwerpunkte meiner Arbeit sind dickwandige Schalen aus Mooreiche und historischem Eichenbauholz und die Herstellung von Kreiseln.
Für die Kreisel verwende ich alles, was sich drehen lässt (Holz, Holzwerkstoffe, Perlmutter, Palmensamen, Kunststoffe) und alles was sich drehen kann (Perlen, Münzen, Zahnräder, Treibriemenräder und außergewöhnliche Fundstücke).
Bei den Schalen lege ich besonderes Augenmerk auf den Kontrast zwischen strenger Form und sauberer Verarbeitung und den groben Spuren von Alterung, Trocknung oder Feuer, vormaliger Bearbeitung und wildem Wuchs. Diese Spuren treten besonders auf den breiten, OFT unbearbeiteten Rändern der Schalen hervor.
Daneben stelle ich Schüsseln, Dosen, Holzschmuck, Flaschenverschlüsse, Stifte und Leuchter her.
Ich arbeite vorwiegend an der Holzdrehbank und verarbeite vor allem einheimische und europäische Hölzer. Für kleinere Arbeiten, die es wegen der Farbigkeit und Festigkeit verlangen, greife ich auf Exoten aus aller Welt zurück.







Materialien

Mooreiche

- Eiche
- gewachsen in den Hartholzauenwäldern der Stein-, Bronze- und Eisenzeit
- durch Alterung, Sturm oder Flut umgestürzt
- durch den Gerbstoffgehalt im Gegensatz zu den anderen Hölzern nicht verfault
- im Morast versunken oder überspült
- dort endgültig konserviert durch sauerstofflose Umgebung
- dunkelblau bis tiefschwarz verfärbt durch die chemische Verbindung von Wasser,
Eisengehalt der Erde und Gerbstoff der Eiche
- durch Bauarbeiten am Fluss wieder zu Tage getreten
- Alter: 1000 – 7150 Jahre (dendrochronologische Gutachten vom
- Deutschen Archäologischen Institut Berlin)


Alte Eiche

- Historisches Bauholz aus westfälischen Fachwerkhäusern
- Durch hohen Gerbstoffgehalt sehr witterungsbeständig
- Daher nur an der Oberfläche durch Benutzung, Witterung,
Wurmfraß oder Feuer geschädigt
- Verfärbungen am Rande durch die Verbindung von Gerbstoff der Eiche mit
Ammoniak aus der Luft zu brauner Farbe bzw. durch die Verbindung von Eisen
(Nägel und Schrauben) mit Wasser und Gerbstoff zu dunkelblauer bzw. schwarzer Farbe